Unter dem Titel: „Irmi`s Weg von Ost nach West II-50 und das Leben geht weiter" erschien mein zweites Buch am 23.Mai 2009. ISBN - NR: 978-3-00-027255-4
Nach einem Erstlingswerk
Irmi`s Weg von Ost nach West - Ein Leben“ aus dem Jahr 2007, welches mehr Aufmerksamkeit bekam als erwartet, versucht sich nun der Chemnitzer Autor Frank „Irmi“ Irmscher mit dem zweiten Buch. In seinem ganz eigenen Stil schildert er sein Leben nach dem Erreichen seines 50. Lebensjahres in einer Fortsetzung. Er ist einer der wenigen Personen, welche eine akute Pankreatitis überlebten.


Lesungen

Lesung am 23.Mai 2009
 
       

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Presse

Artikel vom 15.12.2009               Artikel 30.03.2010

           

"Freie Presse" Chemnitz     "Der Hausgeist" Chemnitz

 

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Leseprobe

1. …Verlegersuche

Ich hatte trotz aller täglich anstehenden Probleme versucht, mein Buchvorhaben weiter voran zu treiben. Man hatte zwar den Kopf nicht gerade frei, aber hin und wieder mal ein paar Seiten eintippen, sollte schon gehen. Meiner Meinung nach lief es ganz gut und die Seitenzahl nahm auch ständig zu. Ich hatte mir nun auch noch zum Ziel gestellt, dieses eventuelle Buch mit einigen Bildern zu garnieren. Sollten diese, doch später das Geschriebene zusätzlich untermauern, um nicht so „trocken“ rüber zu kommen. Hatte mir dafür extra einen Ordner angelegt und alle mir zusagenden Bilder - einfach eingescannt und nummeriert. Das war mehr, als Arbeit. Eine 2. Festplatte mußte wegen des hohen Speicherplatzes jetzt auch noch her. Ich war wegen dieser Idee richtig Stolz auf mich und fügte diese Bilder in das bisher getippte nach und nach ein. (Ich war regelrecht begeistert.) So war ich etwa um den 10. Oktober im Jahre 1987 meines bisherigen Lebens angelangt.
Da schoss es mir wie Nadeln durch den Kopf: “Irmi, es geht voran - es könnte etwas werden - aber, wer verlegt es und könnte es einmal drucken? Welche Kriterien sind zu beachten? Wie sichere ich mein Manuskript? Brauche ich einen Anwalt? Und das Wichtigste, was würde mich so eine Sache eigentlich kosten?“ Verleger gab es, Druckereien gab es, Anwälte gab es. Alles in Deutschland zur genüge vorhanden. Nur, wer kennt Irmi und gibt es überhaupt Interesse für meine Zeilen? Nicht, das da noch mit meinem Werk „Schindluder“ getrieben würde?
Mir war doch durch meine Musik & Künstlervermittlung bewusst, was tagtäglich bei Agenturen alles eingeht und wie damit - teilweise - umgegangen wird. Alle wollten etwas. Nur so viele Veranstalter wie Künstler gab es ja nicht. Jeder Einzelne war von sich total überzeugt und seiner Meinung nach immer der Beste! Das wollte ich mir ehrlich gesagt, nicht antun. Ich müsste mir etwas einfallen lassen! Genau hier an dieser Stelle, kam wieder der ehemalige DDR-Bürger zum Vorschein! Wir waren es ja über Jahre gewohnt - sich etwas einfallen zu lassen! Sollten mir tatsächlich 33 Jahre DDR - in diesem Zusammenhang - etwas helfen können? Genau so war es. Ich beschäftigte meine Suchmaschine und gab ganz einfach folgendes ein: DDR / Zirkel schreibender Arbeiter / Karl - Marx - Stadt.

Wikipedia: Die Zirkel „Schreibender Arbeiter“ waren die Organisationsform des „Künstlerischen Volksschaffens“ in der DDR zum Thema Literatur. Teilweise wurden sie auch als Bewegung
Schreibender Arbeiter bezeichnet. Aus ihnen sind auch professionelle Schriftsteller und Schriftstellerinnen hervorgegangen. Nach einigen Klicks und Links wurde ich nach einiger Zeit doch tatsächlich fündig. Zu meinem Erstaunen kam ich schließlich zum: -Ersten Chemnitzer Autorenverein- Nach lesen der Anschrift war meine Freude riesig. Kam mir doch diese Adresse mehr als bekannt vor. Der Sitz dieses Vereins war zufällig in meiner ehemaligen Wirkungsstätte zu meiner Schulzeit von 1967 bis 1973, dem alten Pionierhaus und heutigem „Kraftwerk“ e.V. zu finden. Voller Aufregung wählte ich die angegebene Rufnummer, schilderte mein Problem und fragte ganz ohne rot zu werden: „Gibt es bei Ihnen auch einen Verleger?“ Die weibliche Stimme in der Leitung war in diesem Moment wahrscheinlich mehr als baff, da irgendwie eine Art Sendepause zu vernehmen war. (Durfte ich so Fragen?)...

 

2.  …Dienstag der 24.04.2007
Wir waren soeben fertig mit dem Abendbrot, als es gegen 19:00 Uhr bei uns unverhofft klingelte. Ich dachte noch so bei mir - Besuch? Wollte etwa jemand vorbei kommen? Ganz bedächtig trat ich an unsere Wechselsprechanlage und eine mir unbekannte Stimme donnerte in mein Ohr: „UPS, Herr Irmscher - ich habe ein schweres Paket für Sie - öffnen sie bitte einmal!“ In diesem Moment kam mir kurioser Weise nicht in den Sinn, wer mir ein Paket schicken sollte. Noch um diese Uhrzeit! Doch plötzlich wurden meine Augen immer größer, ich vernahm die hastigen Schritte in das 2. Obergeschoss und die Paketboten schnaufen. Das Herz schlug immer schneller und als ich noch diesen Adressaufkleber las…, bin ich bald ausgeflippt und hätte den „guten Mann“, welcher nun wirklich nicht dafür konnte, fasst die Treppe hinunter geschupst! (Er hatte bestimmt gedacht - der Mann ist doch nicht ganz sauber.) Meine ersten 20 Bücher waren da! Ich konnte und durfte dieses angenommene Paket gar nicht allein tragen, (ärztliche Verordnung), und rief daher sofort nach Conny.
Im Wohnzimmer angelangt, öffnete ich mit schweißnassen Händen diesen Karton… und da lagen sie… a 10 Stück…nebeneinander eingestapelt… mit dem Titel: „Irmi`s Weg von Ost nach West“ - Ein Leben - Ich war fertig mit der Welt! Ja, das war es wirklich. Mein vom ersten bis zum letzten Buchstaben selbst geschriebenes, erstes Buch. Jetzt wurde Irmi tatsächlich als Autor geboren!
Ich packte alle Bücher ganz vorsichtig aus und legte sie sehr behutsam auf unsere Wohnzimmercouch. Ich hatte Tränen in den Augen! Conny und der kleine Irmi lagen sich plötzlich ganz von selbst in den Armen. Ich werde niemals in meinem Leben vergessen, als Conny plötzlich sagte: „So viele male Irmi hatte ich auch noch nie in unserer Wohnung liegen!“ Zur Feier dieses Abends genehmigte ich mir wirklich einmal ein Glas alkoholfreien Sekt! Dieses für mich riesengroße Ereignis musste begossen werden, hatte ich doch ab sofort der Nachwelt für immer etwas hinterlassen. Was in diesen Minuten in mir vorging, kann wahrscheinlich auch nur jemand nachvollziehen, welcher selbst ein eigenes Buch auf den Markt gebracht hatte? Danach glühten die Telefone heiß und ich setzte noch am gleichen Abend - an den engsten Freundeskreis - eine Mail ab, das mein immer wieder belächeltes Vorhaben ab sofort realisiert war. Diese Mitteilung, schlug bei “Einigen“ ein, wie eine Bombe. Keiner hatte mir das so richtig zugetraut. Manche Personen in unserem Umfeld hatten auch immer wieder hinter vorgehaltener Hand getuschelt. Ja, man hat im Leben nicht nur Freunde!
Conny wurde sehr viel gefragt: „Na, wo ist denn der Irmi?“ Doch als sie immer wieder entgegnete: „ Er schreibt an seinem Buch!“, kam ein um das andere Mal der Satz: „…der muss doch langsam mit seinem Zeitungsartikel fertig sein!“ Genau diese Personen waren es auch, die im Nachhinein plötzlich sagten: „Könnten wir ein Exemplar nächsten Monat kaufen…es klappt gerade nicht so richtig.“ So sind die Menschen. Erst große Sprüche und danach…
Von diesem Tag an hatte ich für mich endgültig gemerkt - NEID MUSS MAN SICH ERARBEITEN. Das störte mich nicht im Geringsten. Ganz im Gegenteil. Diese ganzen „Klugscheißer“ sollen es erst einmal nachmachen. Da stand ich über den Dingen! Es steht heute jedem diese Möglichkeit offen, selbst etwas zu schreiben. Sie könnten auch jederzeit damit anfangen, ihre eigene Geschichte selbst auf das Papier zu bringen.
Sie müssten aber nur damit anfangen und nicht nur darüber reden! ...

 


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